Serviceleistungen im historischen Maßstab

Im Rahmen der Windows-10-Migration hat die Ratiodata 14.000 Aufrüst-Kits für SB-Geräte verkauft. Bei rund 7.500 SB-Geräten von knapp 400 Primärbanken wurde auch die Installation dieser Aufrüst-Kits durchgeführt. Noch nie zuvor hat die Ratiodata so viele Banken auf neue Hardware hochgerüstet.

Im Januar 2020 hat der Softwarehersteller Microsoft den Support für das Betriebssystem Windows 7 eingestellt. Auch wenn das Betriebssystem selbst noch funktionsfähig bleibt, sind mit der Weiternutzung erhebliche Sicherheitsrisiken verbunden. Insbesondere Geldautomaten stellen durch die Nutzung von veralteten Betriebssystemen ein Risiko dar und sind dadurch anfällig für Manipulationen durch Kriminelle. Bei der Hochrüstung stand die Ratiodata insgesamt 400 Primärbanken als kompetenter Dienstleister zur Seite: „Wir haben unseren Kunden rechtzeitig zur Hochrüstung auf Windows-10-fähige Hardware geraten, woraufhin uns eine Vielzahl an Aufträgen erreichte“, erinnert sich Dennis Meier, Leiter Einsatzsteuerung bundesweit der Ratiodata. „Anfang 2019 haben unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Team Vor-Ort-Services mit der Umstellung begonnen.“

Deutschlandweite Hochrüstung der SB-Geräte

Im Rahmen der Windows-10-Migration hat die Ratiodata 14.000 Aufrüst-Kits für SB-Geräte verkauft. Bei rund 7.500 SB-Geräten von knapp 400 Primärbanken hat die Ratiodata die Installation dieser Aufrüst-Kits durchgeführt und die SB-Geräte erfolgreich Windows-10-fähig hochgerüstet. Parallel wurden die Umrüstungen der Geldkassetten für die neuen 100- und 200-Euro-Noten durchgeführt.

Das Projekt stellte die Ratiodata vor neue Herausforderungen: Noch nie zuvor waren so viele SB-Geräte gleichzeitig in einem so kurzen Zeitraum aufgerüstet worden. Unter diesem Zeitdruck waren die minutiösen Vorbereitungen und das Teamwork für den Erfolg entscheidend: „In der Einsatzsteuerung haben wir die Termine mit den Kunden und den Technikereinsätzen Woche für Woche genauestens geplant. Die größte Herausforderung bestand darin, die Umstellungen neben dem normalen Tagesgeschäft zu bewerkstelligen und gleichzeitig allen Kundenwünschen gerecht zu werden. Die Umstellungen wurden mit unserer bestehenden Technikermannschaft durchgeführt. Eine temporäre Aufstockung der Teams für 12 Monate, verbunden mit dem erforderlichen Wissensaufbau, wäre nicht umsetzbar gewesen. Wir haben zusätzlich Techniker eingebunden, die normalerweise nicht im SB-Feld unterwegs sind“, fasst Dennis Meier zusammen.

Die Windows-10-Umrüstung hat die ganze Branche vor große Herausforderungen gestellt. Das war unseren Kunden bewusst. Wir haben viel positives Feedback und viel Anerkennung dafür erhalten, dass wir das Projekt in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum beenden konnten.

Dennis Meier, Leiter Einsatzsteuerung bundesweit der Ratiodata

So verlief die Windows-10-Hochrüstung

Der Lieferstatus der Aufrüst-Kits wurde von der Einsatzsteuerung bei den Banken abgefragt. Sobald die Hardware bei den Banken eingetroffen war, wurde gemeinsam ein Umstellungsplan abgestimmt. Hier waren auch die lokalen Techniker intensiv eingebunden. Sobald der Plan definiert war, konnte mit den Einbauten begonnen werden. „Der Einsatz vor Ort dauert circa vier Stunden pro SB-Gerät. Nachdem der Geldautomat außer Betrieb gesetzt worden ist, der alte Rechner aus- und der neue Rechner eingebaut wurde, wird die Software-Installation über das Netzwerk gestartet. Nach der Installation muss schließlich noch das Gerät durch das Werttransportunternehmen neu initialisiert werden“, so Dennis Meier weiter.

Die Installationen wurden in ganz Deutschland durchgeführt – rund 263.000 km wurden dabei zurückgelegt. Die Hochrüstungen auf Windows 10 fanden nicht nur im genossenschaftlichen Umfeld, sondern auch bei Sparkassen statt. Die Kunden rechnen der Ratiodata den Einsatz hoch an: „Die Windows-10-Umrüstung hat die ganze Branche vor große Herausforderungen gestellt. Das war unseren Kunden bewusst. Wir haben viel positives Feedback und viel Anerkennung dafür erhalten, dass wir das Projekt in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum beenden konnten“, berichtet Dennis Meier zufrieden.