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Microsoft Teams

Survivable Branch Appliance – Die Absicherung eines Cloudausfalls

Survivable Branch Appliance – Die Absicherung eines Cloudausfalls

Eine Survivable Branch Appliance (SBA) dient als Notfallkonzept einer Session Border Controller (SBC) Infrastruktur für Teams Direct Routing, um die Voice-Funktionen (Amtstelefonie) bei einem Internetausfall aufrechtzuerhalten. Dies ist möglich, indem der Microsoft-Teams-Offline-Modus verwendet wird. Bei SBAs handelt es sich um unternehmensgerechte, integrierte Hardware- oder virtuelle Appliances, die Microsoft-Teams-Kunden bei WAN-Ausfällen fortlaufend Zugriff auf Sprachdienste gewährleisten.

Sobald die Verbindung zur Cloud wieder hergestellt ist, werden die Gesprächsdaten in die Cloud synchronisiert. Wichtig ist, dass die SBA einen Ausfall von maximal 24 Stunden überbrücken kann. Hier sind die Appliances durch Microsoft eingeschränkt, da eine Token-basierte Authentifizierung genutzt wird und sich der Token alle 24 Stunden automatisch aktualisiert. Kurz erklärt: Wenn sich der Token beispielsweise um 00:00 Uhr aktualisiert und der Verbindungsverlust zur Cloud um 16:00 Uhr eintritt, kann die Amtstelefonie nur für acht Stunden aufrechterhalten werden.

Survivable Branch Appliance im Normalbetrieb ohne Ausfall

Survivable Branch Appliance im Ausfall-Szenario

Voraussetzung:

Voraussetzung für die Verwendung der zuvor aufgeführten SBA ist die sogenannte Local Media Optimization. Das SIP Signaling läuft hier vom Microsoft Teams Client immer über das Microsoft Telefonsystem zum SBC in das öffentliche Telefonnetz. Entgegen der Variante ohne Local Media Optimization nimmt der Mediendatenstrom jedoch den optimierten, unmittelbaren Weg zum SBC und läuft nicht über das Microsoft Telefonsystem.

Hierbei ist zusätzlich zwischen zwei Optionen zu unterscheiden: Local Media Optimization ist nur für interne, im Unternehmensnetzwerk verbundene Microsoft Teams Clients. Media Bypass hingegen ist nur für Remote-Anwender nutzbar. Mit dem internen Unternehmensnetzwerk verbundene Anwender, verbinden sich für den Mediendatenstrom mit dem internen Arm des SBCs, während sich Remote-Anwender mit dem öffentlichen Arm des SBC verbinden. In diesem Fall muss für VPN-Remote-Anwender Split Tunneling konfiguriert sein.

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Nicco Callegari
Consultant Teams Enterprise Voice

Philipp Göcking
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    Möglichkeiten der Amtstelefonie mit Microsoft Teams

    Möglichkeiten der Amtstelefonie mit Microsoft Teams

    Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Microsoft Teams als Telefonanlage zu verwenden. Die Optionen, um das „Teams Phone System“ mit dem öffentlichen Telefonnetz (PSTN) zu verbinden, sind:

    • Teams Calling Plan
    • Operator Connect
    • Teams Phone Mobile
    • Direct Routing

    Für eine sehr komplexe Umgebung kann auch eine Kombination aus den oben dargestellten Optionen die richtige Lösung sein. Nachfolgend werden die einzelnen Möglichkeiten kurz vorgestellt.

    Teams Calling Plan

    Der Anrufplan von Microsoft Teams ist eine reine Cloudlösung mit Microsoft als PSTN-Anbieter. Er stellt die einfachste Form dar, das Phone System mit der Amtstelefonie zu verbinden. Hierbei werden Anrufpläne bei Microsoft Teams gekauft. Es gibt dabei folgende Optionen: Anrufpläne für Inlandsanrufe, Anrufpläne für internationale Anrufe und Anrufpläne mit nutzungsbasierter Bezahlung. Diese Möglichkeit der Amtsanbindung erfordert eine ständige Verbindung mit Microsoft 365.

    Operator Connect

    Ein Netzbetreiber, der am Microsoft Operator Connect-Programm teilnimmt, kann via Operator Connect den Dienst für die Bereitstellung von PSTN-Anrufen in Microsoft Teams kaufen und verwalten. Dabei verwaltet der Netzbetreiber die PSTN-Anrufdienste und Session Border Controller (SBCs), sodass seitens des Kunden kein Aufwand hinsichtlich des Kaufs und der Verwaltung der Hardware entsteht.

    Teams Phone Mobile

    In diesem Szenario stellt die SIM-fähige Telefonnummer eines Benutzers gleichzeitig auch seine Teams-Telefonnummer dar. Sollte der bestehender Provider am Microsoft-Teams-Telefon-Mobil-Programm teilnehmen, kann dieser die Bereitstellung von PSTN-Anrufen per Teams verwalten.

    Direct Routing

    Unter „Direct Routing“ versteht man die Anbindung der Microsoft Cloud an lokale Session Border Controller für den eigenen bestehenden Amtsanschluss. Es handelt sich dabei um eine gesicherte Verbindung zwischen den SBCs und den Proxyendpunkten des Teams Phone Systems. Durch die Anbindung beliebiger Module per Session Initiation Protocol (SIP)  und die Bereitstellung eines eigenen Trunks, bietet die Voice Infrastruktur viel Flexibiltät. Die Amtsanbindung via Direct Routing hat sich bei unseren Projekten aufgrund der hohen Flexibilität bezahlt gemacht.

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      Notrufe über Microsoft Teams

      Notrufe über Microsoft Teams

      Die Komplexität von standortbasierten Notrufen über Microsoft Teams erfordert eine spezielle Konfiguration. Wir zeigen Ihnen mögliche Lösungsansätze für eine reibungslose Implementierung.

      Kann mit Microsoft Teams ein Notruf abgesetzt werden?

      Das größte Problem bei einem Notruf über Microsoft Teams ist, dass die in der Cloud zugeordnete Festnetzrufnummer überall in Deutschland mit verschiedenen Endgeräten genutzt werden kann. Einem Anwender ist somit kein eindeutiges Endgerät mehr zugeordnet. Bei einem Notruf von einem Standort wird der Anwender zu dem für die Rufnummer zuständigen PSAP (Public Safety Answering Point) geleitet.

      Beispiel:

      A ist Mitarbeiter des Standortes Münster und hat eine Münsteraner Festnetzrufnummer. Wenn er den Notruf 112 wählt, wird er automatisch zum Münsteraner PSAP geleitet. Fährt Benutzer A für ein Meeting zum Standort Frankfurt und wählt die 112, wird er nicht in Frankfurt zum PSAP geleitet, sondern zum PSAP in Münster, weil er mit seiner Münsteraner Rufnummer wählt.

      Eine erste schnelle Lösung: Generell besteht die Möglichkeit, den Notruf über das eigene Mobiltelefon abzusetzen. Eine praktischere und sichere Lösung ist jedoch ein Notrufkonzept innerhalb Microsoft Teams.

      Unsere Lösung:

      Die Lösung dieses Problems ist die Verwendung von IP-Subnetzinformationen und der dazu gehörigen Lokationsinformationen (Adressdaten) innerhalb des Teams Admin Centers. Bei der Initiierung eines Notrufs an die 112 oder 110 werden so die Adressinformationen mitgeliefert. Basierend auf den Informationen kann die Anrufer-ID auf eine Nummer des aktuellen Standortes manipuliert werden, die fest für Notrufe definiert ist. Diese Manipulation wird auf dem Session Border Controller (SBC) durchgeführt. Voraussetzung für diese Manipulation ist, dass der SBC eine sogenannte ELIN-Lizenz hat.

      Die Lizenz sorgt auch dafür, dass der Notruf den Anrufer für 30 Minuten auf seiner Rufnummer zurückrufen kann, obwohl er nicht mit seiner eigenen Rufnummer den Notruf angerufen hat. Home-Office-Arbeitsplätze sind aufgrund diverser Punkte von dieser Regelung ausgeschlossen.

      Wie kann ein Notruf schnell über Teams abgesetzt werden?

      Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass die Mitarbeiter vermehrt keine physischen Telefone auf dem Schreibtisch stehen haben. Wenn jemand kein mobiles Gerät bei sich führt, muss er trotzdem in der Lage sein schnell einen Notruf absetzen zu können, ohne das nächstliegende Büro mit einem Mitarbeiter finden zu müssen, um von dessen Arbeitsplatz einen Notruf absetzen zu können.

      Beispiel:

      Benutzer A findet im Flur eine verunfallte Person. Leider führt er kein mobiles Gerät mich sich und sein Büro befindet sich auf einer anderen Etage. Benutzer A läuft in das nächstliegende Büro. Hier findet er drei leere Schreibtische mit gesperrten Computern vor. Da alle Mitarbeiter dieses Büros ausschließlich Softphones nutzen, ist Benutzer A nicht in der Lage einen Notruf abzusetzen.

      Unsere Lösung:

      Es besteht die Möglichkeit physische Teams-Telefone zu installieren, welchen eine sogenannte „Common Area“-Lizenz erteilt wird. An diesem Telefon muss sich kein Nutzer anmelden, um einen Notruf absetzen zu können. Es wird automatisch ein Dialpad angezeigt, worüber jeder Mitarbeiter das Telefon verwenden kann. Gleichzeitig sind diese Telefone von außen erreichbar, so kann die Feuerwehr auf das verwendete „Common-Area-Phone“ zurückrufen.

      Bei unseren Kunden haben wir bereits mehrere „Notfallpunkte“ angebracht, welche auf jeder Etage des Unternehmens installiert wurden. Diese enthalten einen Feuerlöscher, einen Erste-Hilfe-Kasten und das Notfall-Teams-Telefon.

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